Fragst Du Dich auch, warum alle Frauen in deinem Umfeld scheinbar mühelos schwanger werden, nur Du selber nicht? Dabei stehst Du gefühlsmäßig in der Warteschlange ganz vorne, und das nächste Baby müsste doch das Deine sein. Die Gründe dafür, warum es bei Dir mit dem Schwangerwerden noch nicht geklappt hat, sind häufig vielfältig.

Folgende Punkte können Wegweiser sein, der Sache näher auf den Grund zu gehen:

1. Lass Dich beim Gynäkologen durchchecken

Zwar kann Dir kein Arzt dieser Welt versprechen, dass Du schnell schwanger wirst. Doch er kann helfen herauszufinden, ob medizinische Ursachen vorliegen und ggf. einen Therapievorschlag machen. Folgende Hormone spielen bei Kinderwunsch eine Rolle und sollten medizinisch überprüft werden:

* Die Östrogene, allen voran das Estradiol, da dies Aufschluss über die Tätigkeit der Eierstöcke geben kann.
* Das Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt. Es bewirkt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann.
* Das luteinisierende Hormon (kurz LH), das die Eizellreifung, den Eisprung und die Gelbkörperfunktion beeinflusst.
* Das follikelstimulierende Hormon (kurz FSH), das im Zusammenwirken dem LH unter anderem den Monatszyklus sowie die Eizellenreifung beeinflusst.
* Das Prolaktin beeinflusst bei Frauen gleichfalls das Gelbkörperhormon, bei Männern stimuliert es die Hodenfunktion.
* Auch die Bestimmung des Testosterons kann ggf. aufschlussreich sein, da erhöhte Werte das Eintreten einer Schwangerschaft erschweren können.
* Manchmal empfiehlt sich auch eine Untersuchung der Schilddrüse Durch einen Endokrinologen. Denn die Schilddrüse hat Einfluss auf dem gesamten Stoffwechsel.

Bei allem, was die Bestimmung der Hormonwerte zu Tage fördert, ist zu bedenken, dass der Mensch keine Maschine ist, sondern sensibel auf Umwelteinflüsse reagiert. Stress, Erkältung, das Einnehmen der Antibabypille über viele Jahre oder Medikamente, Umwelteinflüsse und anderes mehr können die Hormonwerte beeinflussen. Daher ist eine einmalige Analyse dieser Werte nur bedingt aussagefähig und sollte ggf. wiederholt werden. Besprich das mit Deinem behandelnden Arzt.

2. Schau mal auf Deinen Speiseplan

Welche Nahrungsmittel isst Du viel und regelmäßig? Vielleicht ist es eine gute Idee, mehr Vielfalt walten zu lassen oder auf das eine oder andere auch für eine Zeitlang wenigstens zu verzichten. Zum Beispiel könntest Du vorübergehend weniger Weißmehlprodukte essen und stattdessen mehr Gemüse, Obst, Nüsse, Datteln etc. auf den Speiseplan setzen. Falls Du Dich fragst, wieso Du gerade auf Weißmehl, allem voran auf Weizen verzichten solltest, dann hilft möglicherweise bereist folgender kurzer Hinweis. Das Mehl wird im Körper im Stoffwechselprozess in Zucker umgewandelt, der direkt ins Blut geht und den Insulinhaushalt beeinflusst.

Vielleicht hast Du selbst schon eine Idee, wie Du deine Ernährung gesund gestalten kannst. Reduziere deinen Zuckerkonsum, zumindest für deine Kinderwunschzeit. Hierbei wirst Du schnell merken, dass Du mit der Zeit gar nicht mehr so viel Zucker brauchst, denn der Geschmack und damit dein Bedürfnis nach Süßem stellen sich um.
Mehl und Zucker werden in Fertigprodukten gerne als Füllstoffe genutzt, weil sie einfach in der Verarbeitung sind, billige Füllstoffe sind und Zucker die Produkte konserviert.

3. Was ist also in den Produkten, die Du regelmäßig benutzt?

Wer sich schon mal die Liste der Inhaltsstoffe auf dem Produktetikett angesehen hat, findet dort oft ziemlich unverständliche chemische Begriffe. Zumindest geht es jenen so, die kein Chemiestudium oder ähnliches gemacht haben. Denn wer weiß schon, ob das, was in der Tube drin ist, hormonell wirksam ist, Nanopartikel, Parabene, Parafine, Aluminium, versteckte Zucker und anders mehr enthält? Alle diese Stoffe sind gesundheitlich bedenklich, wenn nicht sogar schädlich. Von einigen Stoffen weiß man inzwischen, dass sie sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit auswirken können. Eine Hilfestellung im Dschungel der Inhaltsstoffe kann schnell und einfach eine kostenfreie App, wie zum Beispiel CodeCheck, geben. Mit ihr lässt sich der Scancode, der auf den Produkten zu finden ist, abfotografieren. Schon wenige Sekunden später zeigt sie eine Auswertung der Inhaltsstoffe. So lässt sich bereits beim Kauf ermitteln, ob die Creme, die Lotion, das Shampoo, das Gleitmittel, das Make-up, das Wachmittel, der Weichspüler und anderes mehr als bedenklich eingestuft ist oder nicht. So entscheidest Du Dich künftig vielleicht bewusster für oder gegen ein Produkt.

Probiere von den Anregungen die aus, die gut zu dir passt und die Du leicht umsetzen kannst.
Von Herzen wünsch ich Dir, dass aus Deinem Kinderwunsch schon bald ein Wunschkind entsteht.

In diesem Sinne alles Liebe und herzliche Grüße

C. Manuela Schmickler
Kinderwunsch-Coach & -Begleiterin

Links zur Vertiefung (Für den Inhalt der verlinkten Seiten übernehme ich keine Gewähr und keine Haftung)
Artikel: Weißmehl macht unfruchtbar, dick und süchtig
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/mehl.html

Artikel: 10 Lebensmittel für bessere Fruchtbarkeit (www.hallo-eltern.de/kinderwunsch/lebensmittel-fuer-fruchtbarkeit/)

Buchtipp:
Margret Madejsky: Das alternative Kinderwunschbuch – Die besten Naturheilkonzepte für die Fruchtbarkeit, Arkana-Verlag 2015